Sommerferien-Plausch ohne Koffer
← Alle Beiträge

Sommerferien-Plausch ohne Koffer

Eine Woche voller Erlebnisse, interessanten Führungen und schönen Eindrücken

Vom Montag, 20. Juli bis Samstag, 25. Juli 2026 nahmen 27 Teilnehmende mit einer kognitiven Beeinträchtigung an zwei bis sechs Tagen am Sommerferien-Plausch ohne Koffer teil. Im nachfolgenden Bericht von Felix Graf erfahren Sie mehr über diese abwechslungsreiche Ferienwoche: 

Am Montagmorgen trafen wir uns gut gelaunt im Trefflokal in Uster. 
Schon zu Anfang war die Stimmung gut und ausgelassen. Nach der offiziellen Begrüssung und den Erklärungen zum Tagesablauf durch Beat Schäfer, machten wir uns auf den Weg nach Kindhausen zum Foxtrail. Ein schöner Rundweg mit 11 diversen Fragen erwartete uns. Bei schönstem Wetter begaben wir uns in kleinen Gruppen auf den Weg Richtung Illnau nach Bisikon und wieder zurück nach Kindhausen. Nach ca. 1.5 Std. voller Spannung und Rätselraten trafen wir uns wieder auf dem Dorfplatz von Kindhausen zum gemeinsamen Grillieren. Dank der Gemeinde Volketswil durften wir sogar die sanitären Anlagen der Quartieranlage verwenden.  Nach einem gemütlichen Nachmittag mit Chillen und Spielen, begaben wir uns wieder auf den gemeinsamen Weg nach Uster.

Schon ist der zweite Tag unserer Woche angebrochen. 
Nach einer schönen Zugfahrt nach Zofingen, konnten wir den wunderschönen Ort besichtigen. Da und dort noch etwas trinken oder essen, bevor es weiterging. Danach fuhren wir gut gelaunt nach Safenwil wo wir an einer Führung im Museum Classic Cars von Emil Frey teilnehmen durften. Wir hatten zwei tolle Führer die uns eine grosse Menge interessanter Details über die tollen alten Autos, Emil Frey und Winston Churchill erzählen konnten. Sichtlich begeistert, jedoch schon etwas müde, machten wir uns wieder auf den Weg nach Uster.

Der dritte Tag wurde schon sehnlichst erwartet.
Die Reise begann mit dem Zug nach Stadelhofen, kurzer Fussmarsch zum Bürkliplatz, wo wir das Schiff nach Thalwil bestiegen. Dort angekommen, fuhren wir mit dem Bus in den Wildpark Langenberg. Dort erwartete uns nach einem kurzen Spaziergang und bei tollem Wetter eine Führung zu den Wildsauen, den Bären und den Wölfen. Dank der sehr kompetenten Führerin bekamen wir viel Wissenswertes über die Tiere, deren Verhalten und den Park zu hören. Danach machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Leider fuhr das Schiff am späteren Nachmittag nicht, so mussten wir mit dem Zug nach Uster fahren. Ein kleiner Dämpfer, aber ein toller Tag mit vielen Eindrücken ging zu Ende.

Schon ist es Donnerstag. 
Unsere Reise führt uns mit dem Zug über Romanshorn nach Konstanz. In Romanshorn durften wir die Schiffswerft der Bodenseeschifffahrt besichtigen. Dank Herrn Roger Marti hatten wir einen sehr schönen Einblick in die täglichen Arbeiten einer Schiffswerft. Danach überquerten wir nach einer kurzen Zugfahrt die Landesgrenze nach Deutschland. In Konstanz angekommen, durften wir die schöne Stadt besichtigen und deren Läden unsicher machen. Nach unserer Shopping-Tour und das Einkehren in einzelne Restaurants fuhren wir wieder gut gelaunt nach Uster.

Der Freitag begann schon am Morgen mit einem Höhepunkt.
Um ca. 9.15 Uhr fuhr Edwin Nüssli gut gelaunt mit seinem FBW-Oldtimer bei uns vor. Gespannt und voller Freude bestiegen wir das 70-jährige Fahrzeug. Wir fuhren gemütlich über das Zürcher Oberland Richtung Glarus. Dort durften wir mit einer schönen und kurzweiligen Stadtführung vieles über Glarus erfahren. Was niemand wusste war, dass Glarus 1861 zum grossen Teil niederbrannte. Nur wenige Häuser blieben dem heutigen Stadtbild erhalten. Danach duften wir im Güterschuppen, der extra für uns hergerichtet wurde, unser Mittagessen einnehmen.
Die Reise ging weiter - mit unserem Oldtimer-Car fuhren wir durch das Sernftal nach Elm. Dort angekommen durften wir das Museum Schiefertafelfabrik besichtigen. Von 1898 – 1983 wurden dort Schreib- und Jasstafeln hergestellt. 
Schöne Erlebnisse brauchen Zeit und so fuhren wir sehr schnell (für die alte Tante) auf der Autobahn nach Uster, ein schönes Erlebnis.

Wie es so ist, Ferien sind immer zu kurz. Schon ist es Samstag. 
Die schöne Woche mit all den Eindrücken, noch gut in Erinnerung, machten wir uns am letzten Tag auf nach Zürich. In Zürich-Burgwies angekommen, durften wir das Tram-Museum mit einer Führung geniessen. Die Geschichte über das Züri-Tram begann als 1882 das erste Rösslitram durch Zürich rollte. Wir sahen Originalfahrzeuge von 1897 - bis heute mit dem Tram 2000. Wir durften in einige Wagen steigen und fühlten uns wie in der Jahrhundertwende in Zürich. 
Dank Beat duften wir nach dem Museum auf einem schönen Weg einen kurzen Spaziergang in den Botanischen Garten antreten. Durch ein lauschiges Quartier mit vielen schönen alten Häusern war der Weg leicht zu absolvieren. Bei schönstem Wetter, mitten in der Natur, durften wir unser Mittagessen einnehmen. Der Botanische Garten mit seinen drei futuristischen Kuppeln beherbergt eine faszinierende Pflanzenvielfalt die wir kurz kennenlernen durften. Zurück in Uster ist unsere Woche beendet.

Viele spannende Eindrücke, schöne Episoden der Fremdenführer und das tollste Wetter machten diese Woche einmalig. Zum Schluss noch einmal ein herzliches Dankeschön an Beat, all die Begleiter und Erzähler, die uns so viel bieten konnten und wir eine schöne Ferienwoche erleben durften. Danke auch an die Teilnehmenden, ihr wart eine tolle und disziplinierte Gruppe! Alle freuen sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. 

Zur Bildergalerie

Publikationsdatum 29.07.2026