Segelferientage in Arbon 2025
Insieme Segeltage in Arbon vom 5.-8. Juni 2025
Donnerstag, 5. Juni 2025
Eine motivierte Gruppe von 10 Seglerinnen und Seglern und eine Handvoll Helferinnen und Helfer trafen sich an diesem Donnerstagmorgen am Bahnhof in Uster. Pünktlich und mit vollgepackten
Koffern starteten wir unsere Reise mit dem Zug nach Arbon. Als wir in Arbon ankamen, konnten wir zuerst gemütlich in einem Restaurant Mittagessen, bevor wir dann im Hotel einchecken und unsere Zimmer beziehen durften. Draussen regnete es immer wieder. Daher beschlossen wir, wie schon in den letzten Jahren, als Schlechtwetter-Programm nach Amriswil Bowling spielen zu gehen. Alle
freuten sich und die Seglerinnen und Segler zeigten, dass sie es nicht nur auf dem Wasser draufhaben, sondern auch in der Bowling-Hallenicht zu unterschätzen sind. Nach dem Bowling
freuten wir uns schon auf das feine italienische Restaurant in Amriswil. Anschliessend machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Hotel. Diejenigen, die noch nicht müde waren, trafen sich noch für eine Runde UNO und liessen den Abend ausklingen.
Freitag, 6. Juni 2025
Das feine Frühstücksbuffet von unserem Hotel Rotes Kreuz lockte uns aus unseren Betten. Während dem Frühstück studierten wir fleissig das Wetter und diskutierten, welche Kleider wir wohl am besten anziehen sollen. Alle Vorhersagen-Apps sagten das Gleiche: es sollte trocken sein und windig. Daher entschieden wir uns gegen die Regenkleider. Wir machten uns segelbereit und trafen uns im Yachtclubhaus Arbon mit unseren Segelinstruktoren von Sailability. Wir bekamen Schwimmwesten und wurden in die Theorie des Segelns eingeführt. Danach bekamen wir noch einen kurzen Crash-
Kurs wie die Segelboote funktionieren und konnten dann in Zweierteams in die farbigen Boote einsteigen und lossegeln. Als wir aus dem Hafen kamen, konnten wir mit leichter Brise die ersten
Segelerfahrungen in diesem Jahr sammeln. Wir wurden sogar mit Sonne überrascht, sodass wir die perfekten Segelbedingungen hatten. Nach rund 2 Stunden auf dem Wasser, kehrten wir an Land zurück, wo bereits das Mittagessen im Yachtclubhaus auf uns wartete. Gestärkt und mit guter Laune traten wir auch am Nachmittag für die windige Challenge an. Über Mittag frischte der Wind auf, wodurch die Lufttemperatur auch etwas kühler wurde. Daher zogen wir alle unsere (warme)
Regenkleidung an und marschierten so zum Hafen zu unseren kleinen Booten. Auf dem Wasserhatten die Begleitmotorboote von Sailability Bojen bereit gemacht, um welche wir bestimmte Übungen
segelten. Es war manchmal gar nicht so einfach, die richtigen Segeleinstellungen zum jeweils
richtigen Segelkurs zu haben. Aber alle machten dies hervorragend und lernten viel. Nach 2 Stunden war es wieder Zeit zurück an Land zu kehren und den Booten für heute «Tschüss» zu sagen.
Für das Abendessen studierten wir wieder die Wetter-Apps, denn wir hatten Lust zu bräteln. Wir hatten Glück, sie zeigten keinen Regen an und so machten wir uns auf den Weg in die Altstadt von
Arbon, um einzukaufen. Neben dem Essenwurden auch noch Postkarten eingekauft, um Feriengrüsse an Bekannte und Verwandte zu senden. Wir fanden eine richtig tolle Grillstelle am See mit zwei grossen Tischen und einem fest installierten Grill. Neben Bratwürsten und Cervelat gab es auch Pilze und Peperoni jeweils gefüllt mit Frischkäse vom Grill. Dazu Salat, Wassermelone, Brot und Chips. Zum krönenden Abschluss bereiteten wir noch Schoggi-Bananen auf dem Grill zu, hmm war das fein. Da
die Sonne immer noch schien, konnten wir Spiele auf der Wiese wie Boccia oder Federball spielen. Kurz darauf verfinsterte sich jedoch der Himmel, sodass wir unsere Sachen zusammenpackten, um noch trocken im Hotel anzukommen. Auch an diesem Abend gab es noch eine UNO-Runde im Hotel zum Abschluss, bevor alle müde ins Bett gingen.
Samstag, 7. Juni 2025
Als wir heute Morgen aus dem Fensterschauten, regnete es. „Janu“, dachten wir, solange es Wind hat haben wir Spass und machten uns daher nach dem Frühstück mit unseren Regenjacken und Regenhosen bereit. Als wir am Hafen ankamen, hörte der Regen auf, sodass wir erstaunlicherweise ohne Regen, aber leider auch ohne Wind auf den See konnten. Sogar die Sonne überraschte uns draussen. Es war sehr gemütlich und ohne Wind dümpelten wir ein bisschen vor uns hin, bevor wir dann mit unseren Paddeln um ein paar Tennisbälle kämpften, die von den Motorbooten ins Wasser geworfen wurden. Danach wurden wir wieder in den Hafen gezogen.
Am Nachmittag hatte es guten Wind. Es war ein typischer Wind, der einer Regenfront voranging. Wir refften unsere Segel, was bedeutet die Segelfläche zu reduzieren. So hatten wir ein bisschen weniger Druck in den Segeln. Draussen auf dem See segelten wir Richtung Romanshorn. Wir kamen jedoch nicht so weit, da wir uns ein wenig zerstreuten. Die vorderen Segelboote warteten, indem sie Kreise um Bojen machten auf die anderen. Kurz nachdem alle wieder beieinander waren, startete der Regen und zeitgleich liess der Wind nach. Ziemlich schnell war der Wind komplett weg und wir sassen platschnass in den Booten. Naja, das gibt’s beim Segeln. Wir wurden mit den Motorbooten wieder an Land gezogen und konnten uns dann im Hotel unter die warme Dusche stellen und trockenanziehen. Danach hatten wir noch ein wenig Zeit für individuelle Wünsche wie Kartenschreiben oder einen Besuch in der Brockenstube von Arbon. Am Abend regnete es weiter, sodass es uns nicht mehr hinauszog und wir im Hotel-Restaurant ein ausgiebiges Abendessen genossen. Zum Abschluss durfte natürlich auch am letzten Abend eine UNO-Runde nicht fehlen.
Sonntag, 8. Juni 2025
Nach unserem letzten Frühstück im Hotel, packten wir unsere Koffer und zügelten in das Yachtclubhaus. Dort machten wir uns segelbereit in voller Montur mit Regenjacke, Regenhose und Wasserschuhen. Das Wetter war sonnig bis bewölkt, aber viel wichtiger war der Wind. Dieser blies ganz kräftig und so wurden wir nass durch die vielen Wasserspritzer der Wellen. Für manche wurde der starke Wind schon etwas viel, aber für die abenteuerlichen Segler*innen war es der Plausch.
Am Mittag holten wir unser Essen beim Hafenkiosk und sobald wir fertig waren, machten wir uns wieder segelbereit. Denn die Prognosekündigte sogar noch stärkeren Wind an für den Nachmittag.
Daher wollten wir noch die letzte Stunde auf dem Wasser geniessen, bevor dann der Wind wirklich zu starkwurde, um zu segeln. Am Nachmittag reduzierten wir die Segeltruppe auf vier Zweierteams, die den Mut nicht verloren und noch nicht genug vom Segeln hatten. Die andere Hälfte fühlte sich wohler auf dem Motorboot und hatte von dort aus ebenso viel Spass. Tapfer kämpften sich die vier
Segelboote durch Wind und Wellen und machten sogar mit zwei Rennen das schnellste Boot unter sich aus. Danach frischte der Wind auf und wir kehrten mit Unterstützung der Motorboote in den Hafen zurück. Nach dem Segeln hatten wir noch genügend Zeit uns trocken anzuziehen und eine Runde UNO zu spielen. Danach mussten wir uns von Sailability und Arbon verabschieden und sagten «bis zum nächstenJahr».
In diesem Jahr hatten wir richtig Glück mit dem Wind und konnten viele Abenteuer auf dem Bodensee erleben. Wir hatten in diesen Tagen alles dabei von keinem Wind bis rekordmässigem Wind und von Sonnenschein bis Regenschwall. Die super Segelgruppe machte bei allen Bedingungen mit und so war es ein mega Spass.
Bericht: Elena Lengwiler, Leitung