Juhhee – Winter ade…. oder doch nicht ganz?
Dank dem frühlingshaften Wetter im Unterland möchten wir wissen: gibt es in Valbella wirklich auch keinen Schnee mehr, wie einige behaupten? Am besten ist doch, man fährt hin und guckt selbst.
So treffen wir neue und alte Feriengäste bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen auf dem Carparkplatz am Bahnhof Uster und geben ein lustiges Bild ab. Statt kurze Hosen und T-Shirt (was bei diesem Wetter durchaus angebracht wäre) dominieren Wollkappen, Winterjacken und gefütterte Schuhe die Szene. Nein, wir möchten nicht nach Grönland, sondern nur nach Valbella. Tja, auch 120 Kilometer weiter östlich und 1‘100 Meter höher ist Frühling: Alles um unser Feriendomizil ist braun-grau gesprenkelt und man könnte durchaus T-Shirt tragen. Aber wir lassen uns nicht aus der Winterstimmung bringen- schlussendlich ist Winterplausch und wir alle wollen die Ferien einfach geniessen – mit oder ohne Schnee!
Das Sonntagswetter präsentiert sich von seiner schönsten und immer noch viel zu warmen Sonnenseite. So unternehmen wir nach dem ausgiebigen Brunch einen Frühlingsspaziergang entlang dem Heidsee ins Café Aurora in der Lenzerheide. Platz genommen auf der Sonnenterrasse geniessen wir Cappuccino & Co. Etwas Kopfzerbrechen gibt uns das Wetter schon, in den kommenden Tagen soll es eher trüb und regnerisch(!) werden. Aber egal, heute scheint die Sonne, was morgen ist, das sehen wir ja. Zurück im Haus Casoja gibt’s einen Willkommens Apéro. Mit Crodino & Co stossen wir auf eine hoffentlich fröhliche Winterplausch-Ferienwoche an.
Der Montag ist wie er ist, grau und verhangen, aber nicht kalt. Ein Blick ins Wetter-App von Meteo-Swiss bringt auch nichts Erhellendes zu Tage. So machen sich die einen auf zum Shopping- und Museums-Türli nach Chur, andere zieht es an die Massagedüsen im Wellnessbad H2Lai. Unser Grüppli beschliesst einen Spaziergang nach Sporz mit Einkehr ins Hotel Guarda Val zu Kaffee und Kuchen (der ist da besonders gut). Da werden wir wie alte Bekannte herzlichst begrüsst. Das Guarda Val Team freut sich sehr, dass wir auch dieses Jahr wieder bei ihnen zu Gast sind, und lädt uns flugs zum Kuchen ein!
Dienstag – Hurra, die Sonne scheint…so mehr oder weniger. Wir beschliessen: wenn Rothorn, dann heute! Jetzt müssen wir nur noch Philip davon überzeugen, dass die Bahnfahrt nach ganz oben auf den Gipfel absolut nicht gefährlich ist und ihn ein schönes Restaurant mit einem spektakulären Panorama erwartet. Die Gondelfahrt geht viel besser als gedacht, Philip ist ganz stolz auf sich. Obwohl auch heute mehr Wolken als Sonne den Himmel prägen, ist die Aussicht tatsächlich spektakulär. Wir sind so hoch oben, dass man das Gefühl hat, an den Wolken kratzen zu können.
Es ist Mittwoch und wieder ist alles grau und feucht. Was tun? Der geplante Ausflug ins Engadin auf den Muottas Muragl lockt nicht, das Wetter ist in der Region um Pontresina noch schlechter als in der Lenzerheide. Shopping und Chur hatten wir schon, Wellnessen im Bad H2Lai ebenfalls. Aber, da gibt es doch noch das Museum der Rhätischen Bahn in Bergün! Das wäre doch was. Flugs die Lunchpakete eingepackt, den Skibus erreichen wir gerade noch und 11/2 Stunden später sind wir in Bergün. Ohh, da gibt es ja ein super Restaurant – „Güggeli im Chörbli“, Beat läuft das Wasser im Munde zusammen und die Idee, Lunch Draussen im Feuchten zu essen, begeistert grundsätzlich niemanden. So stürmen wir die noch freien Plätze und freuen uns alle auf „Güggeli im Chörbeli“. Daraus wird dann allerdings nichts, da die Küche einfach keine 22 Portionen Güggeli hat. Pommes mit Chicken Nuggets und allerlei Suppen stossen aber auch auf Begeisterung. Mit vollen Bäuchen geniessen wir den spannenden Rundgang durchs Museum mit seiner imposanten Modelleisenbahn.
Wer am Donnerstagmorgen erwacht, reibt sich zuerst einmal die Augen – es schneit! Die dicken, weissen Flocken schaffen es innert Kürze, die Umgebung in eine traumhafte Winterlandschaft zu verwandeln. Wir alle wollen nach draussen, endlich den Schnee geniessen. Spaziergänge, Schneemann bauen, pöschtele in der Lenzerheide, nochmals die Massagedüsen im H2Lai geniessen, während die Schneeflocken auf der Nase tanzen – wir geniessen einfach den Wintertag.
Es ist Freitag und es schneit noch immer. Nicht mehr so dicht wie am Donnerstag, aber es schneit. Nun wollen wir es wissen: wir sind mutig und beschliessen, mit der Gondel durch den tiefverschneiten Tannenwald hoch aufs Tgantieni zu schaukeln und in der Acla Grischun – wie richtige Wintersportler - einzukehren. Oben angekommen erwartet uns eine Märchenlandschaft. Tiefer, pulveriger Neuschnee, alles tief von Wolken verhangen, nur über dem Rothorn öffnet sich der Himmel, es wird blau und die Sonne beleuchtet den Gipfel - Zauberhaft. Gut gelaunt marschieren die Fitten ins Tal, alle anderen gondeln zur Talstation.
Im Casoja gibt es das ultimative Verwöhn-Menu: Schnitzel mit Kroketten und Gemüse und zum Dessert ein Tiramisu – zum Schwelgen. Anschliessend unterhält uns Shaun das Schaf und irgendwann gegen Mitternacht fallen alle zum letzten Mal in diesem Winter in die weichen Betten des Casoja.
Schon wieder ist Samstag und es heisst Abschied nehmen. Pünktlich zur Gruppenfoto strahlt die Sonne mit uns um die Wette. Was wie Frühlingsferien begonnen hat wurde dank Frau Holle zum ultimativen Winterplausch.
Bericht: Christina Froidevaux, Co-Leitung Winterplausch